
Tag 6 und 7 einer 5-Tage-Challenge sind wichtige Follow-up-Tage. Nutze sie, um Ergebnisse aus der Challenge zu zeigen, offene Fragen zum Angebot zu beantworten und einen klaren nächsten Schritt zu kommunizieren. Erst danach sollte die eigentliche Nachbereitung beginnen.
Tag 6 und 7: Warum deine 5-Tages-Online-Challenge nach Tag 5 noch nicht vorbei ist
Viele Challenge-Anbieter machen am letzten Tag den Deckel drauf: letzter Livestream, letztes „Danke fürs Dabeisein“, fertig. Genau in diesem Moment lässt du jedoch einen Teil liegen, der für den Verkauf besonders wichtig sein kann.
Bei einer meiner ersten Challenges lag der gesamte Fokus auf den fünf Challenge-Tagen. Content, Energie, Aufmerksamkeit, alles ging in die Durchführung. Was danach kam, war zu viel Improvisation und definitiv zu wenig E-Mails bis zum Close-Cart.
So haben Teilnehmer, die während der Challenge kurz vor einer Entscheidung standen, danach kaum noch etwas von mir gehört. Ich habe zu wenig klar weitergeführt.
Denn eine Kaufentscheidung entsteht selten in einem einzigen Moment.
Vor allem bei Menschen, die dich erst in dieser Challenge kennengelernt haben, kann es sein, dass du noch mehrere Kontaktpunkte brauchst.
Denn Vertrauen baut sich heute noch langsamer auf als früher (viele sind in den letzten Jahren mit Online-Angeboten auf die Nase gefallen).
Wenn du nach Tag 5 zu wenig kommunizierst, kappst du möglicherweise genau die Kontaktpunkte, die eine bereits laufende Entscheidung noch zu Ende bringen könnten.
Tag 6 und 7 sind Teil deiner Challenge-Strategie und kein Anhängsel danach
So baust du die Tage nach deiner Challenge auf:
1. Warum Tag 6 und 7 eigene Kontaktpunkte brauchen
Ein kurzes „P. S.“ im letzten Challenge-E-Mail reicht häufig nicht aus. Wer sich noch nicht entschieden hat, braucht einen zweiten oder dritten Anlass, sich mit deinem Angebot zu beschäftigen.
Dabei geht es nicht darum, denselben Verkaufstext mehrfach zu schicken. Jedes E-Mail sollte einen eigenen Grund haben, gelesen zu werden. Zum Beispiel:
- Ergebnisse aus der Challenge
- offene Fragen
- Erfahrungen anderer Teilnehmerinnen
- ein Blick auf den nächsten sinnvollen Schritt
- eine klare Erinnerung an das Angebotsende
So ist dein Follow-up keine Wiederholung, sondern wie eine sinnvolle Fortsetzung der Challenge.
(Falls du dich nun wunderst, dass „E-Mail“ bei mir sächlich ist, dann lies gern hier weiter.)
2. Das Tag-6-E-Mail: Wins aus der Gruppe einsammeln
Geh noch einmal durch die Beiträge und Kommentare deiner Teilnehmerinnen. Frag dich, welche kleinen Erfolge es gab, welche Aha-Momente geteilt wurden und wo jemand geschrieben hat: „Das hat mir endlich geholfen, …“
Solche Stimmen kannst du in deinem Tag-6-E-Mail aufgreifen. Besonders hilfreich sind konkrete Aussagen: Ein „Das war toll“ ist nett, aussagekräftiger ist ein Testimonial, das zeigt:
- welches Problem vorher bestand
- was die Teilnehmerin umgesetzt hat
- was sich dadurch verändert hat
Damit zeigst du nicht nur, dass die Challenge gut angekommen ist, sondern auch, was die Inhalte bei einzelnen Teilnehmerinnen bewirkt haben und wie sie damit weitergekommen sind.
Verbinde diesen Rückblick mit einer Frage: Wie geht es für deine Teilnehmerin jetzt weiter? Genau hier schlägst du die Brücke zu deinem Angebot.
3. Nutze Tag 6 auch für offene Fragen
Nicht jede Teilnehmerin zögert, weil ihr Social Proof fehlt. Manche haben konkrete Fragen, zum Beispiel:
- Ist das Angebot für mich geeignet?
- Wie viel Zeit brauche ich dafür?
- Was genau ist enthalten?
- Was passiert nach dem Kauf?
- Brauche ich bestimmte Vorkenntnisse?
- Kann ich das trotz eines vollen Alltags umsetzen?
Wenn dieselben Fragen während deiner Challenge mehrfach auftauchen, greife sie in deinem Follow-up-E-Mail auf. Das hilft nicht nur beim Verkauf, es zeigt auch, dass du zuhörst und die Unsicherheiten deiner Teilnehmer ernst nimmst.
4. Das Tag-7-E-Mail: Testimonials und ein klares Enddatum
Am nächsten Tag verbindest du ein oder zwei passende Testimonials mit einem klaren Hinweis auf das Angebotsende. Wichtig dabei: Die Deadline muss echt sein. Setze einen Countdown oder ein festes Enddatum nur ein, wenn dein Angebot danach schließt oder sich die Konditionen ändern.
Künstliche Verknappung erzeugt kurzfristig Druck, kostet aber langfristig Vertrauen. Eine ehrliche Deadline schafft dagegen Klarheit: Die Möglichkeit ist jetzt da, aber sie bleibt nicht unbegrenzt offen. Für Menschen, die sich ohnehin fast entschieden haben, hilft genau das, um eine Entscheidung zu treffen.
Ein Beispiel für ein gutes Testimonial:

5. Während der Angebotsphase: einen klaren nächsten Schritt zeigen
In dieser Phase solltest du nur ein Angebot präsentieren. Zu viele gleichwertige Optionen erzeugen zusätzliche Entscheidungsarbeit, deshalb zeigst du besser zuerst einen klaren Hauptweg. Willst du zum Beispiel ein Gruppenprogramm verkaufen, präsentierst du nicht gleichzeitig drei kleinere Produkte, ein VIP-Angebot und mehrere Alternativen.
Deine Teilnehmer brauchen Antwort auf eine einzige Frage: Was ist jetzt der nächste sinnvolle Schritt? Je klarer die Antwort, desto leichter lässt sich dein Angebot einordnen.
6. Nach dem Angebotsende: Wann ein Downsell sinnvoll sein kann
Das Enddatum ist verstrichen, das Hauptangebot ist geschlossen, und ein Teil deiner Teilnehmer hat nicht gekauft. Jetzt kann ein Downsell sinnvoll sein, aber nicht automatisch und nicht sofort als „Dasselbe Angebot gibt es jetzt günstiger“.
Wenn direkt nach dem Angebotsende eine fast identische, günstigere Version auftaucht, untergräbst du die Dringlichkeit, die du vorher aufgebaut hast. Teilnehmerinnen lernen daraus schnell: Abwarten lohnt sich.
Lass deshalb Abstand zwischen Hauptangebot und Downsell und positioniere ihn als eigenständige Lösung für Menschen, für die dein Hauptangebot aus einem bestimmten Grund nicht gepasst hat. Das könnte zum Beispiel sein:
- ein kleineres Einstiegsprodukt
- eine Selbstlern-Version ohne persönliche Begleitung
- eine abgespeckte Variante
- eine andere Zahlungsoption
- ein Produkt, das nur einen Teil des ursprünglichen Problems löst
So bleibt dein Hauptangebot eigenständig und wertvoll, und du gibst gleichzeitig Menschen eine Alternative, für die der erste Schritt noch zu groß war.
Wir bieten zum Beispiel nach dem Close-Cart für die Smart Pinning Society immer den Smart Pinning Safe an, oder, wenn wir das Smart Pinning Power-Paket verkaufen, die Smart Pinning Society. Hier siehst du die verschiedenen Angebote im Vergleich. >
Brauchst du überhaupt einen Downsell?
Ein Downsell ist kein Pflichtbestandteil einer Challenge. Haben Teilnehmer nicht gekauft, weil sie noch nicht bereit sind, dein Angebot nicht zu ihnen passt oder sie erst mehr Vertrauen brauchen, hilft oft eine normale Nurture-Sequenz mehr. Du begleitest sie weiter mit hilfreichen Inhalten, statt sofort das nächste Angebot zu präsentieren.
Die entscheidende Frage lautet deshalb: „Warum haben diese Teilnehmerinnen nicht gekauft?“, nicht „Welchen Downsell kann ich verkaufen?“
Was du mit den Nicht-Käuferinnen machst
Nicht jede Teilnehmerin wird kaufen, das ist normal und gleichzeitig eine wertvolle Lernchance. Schick eine kurze Umfrage und frag nach dem wichtigsten Grund, zum Beispiel:
- War der Zeitpunkt ungünstig?
- War der Preis zu hoch?
- War das Angebot nicht das Richtige?
- Gab es offene Fragen?
- War der nächste Schritt nicht klar genug?
- Hat etwas im Angebot gefehlt?
Diese Rückmeldungen helfen dir zu erkennen, ob deine Challenge insgesamt funktioniert oder ob du an einer bestimmten Stelle nachjustieren solltest. Vielleicht ist dein Angebot gut, aber der Übergang zwischen Challenge und Angebot zu schwach. Vielleicht fehlen Informationen, oder du sprichst nicht die richtigen Einwände an. Manchmal passt das Angebot auch schlicht nicht für jede Teilnehmerin, und auch das ist eine wertvolle Erkenntnis.
Um die Anzahl der Antworten dieser Umfrage zu erhöhen, kannst du unter allen Teilnehmern etwas verlosen.
Wir haben durch die Umfrage nicht nur wertvolles Feedback zum Angebot bekommen, sondern auch echte Kundenaussagen, die dann wieder in den Texten der nächsten Verkaufsseite verwendet werden können.
Was du nach deiner Challenge vermeiden solltest
Ein gutes Follow-up bedeutet nicht, möglichst viele Verkaufs-E-Mails zu verschicken. Vermeide deshalb:
- künstliche Verknappung oder Deadlines, die später doch verlängert werden
- mehrere nahezu identische Verkaufs-E-Mails hintereinander
- einen Rabatt unmittelbar nach Ablauf deines Hauptangebots
- einen Downsell, der praktisch dasselbe Produkt nur günstiger anbietet
- zu viele verschiedene Angebote gleichzeitig
- Teilnehmerinnen nach der Challenge ausschließlich Verkaufs-E-Mails zu schicken
Dein Follow-up sollte die Entscheidung erleichtern, nicht zusätzlichen Druck erzeugen.
Mini-Checkliste für Tag 6 und 7
- Tag 6: E-Mail mit Wins, konkreten Kommentaren und einem Rückblick auf die Challenge
- Tag 6: häufige offene Fragen oder Unsicherheiten beantworten
- Tag 7: passende Testimonials verwenden
- Tag 7: ein echtes Enddatum klar kommunizieren
- während der Angebotsphase: einen eindeutigen nächsten Schritt zeigen
- nach dem Angebotsende: nicht automatisch sofort rabattieren
- mit etwas Abstand: optional einen eigenständigen Downsell anbieten
- Nicht-Käuferinnen mit einer kurzen Umfrage nach ihren Gründen fragen
Zwei gut vorbereitete Follow-up-E-Mails entscheiden oft, ob deine Challenge am letzten Tag endet oder Teilnehmerinnen danach weiter begleitet.
Häufige Fragen zu Tag 6 und 7 einer Challenge
Wie viele E-Mails sollte ich nach einer Challenge verschicken?
Es gibt keine feste Zahl, die für jede Challenge passt. Entscheidend ist, dass jedes E-Mail einen eigenen Zweck erfüllt und nicht denselben Verkaufstext wiederholt. Und schicke am Ende lieber das eine E-Mail mehr aus.
Wann sollte das Angebot nach einer Challenge schließen?
Das hängt von deinem Angebot und deiner Verkaufsstrategie ab. Wichtig ist vor allem, dass du ein kommuniziertes Enddatum auch einhältst. Eine echte Deadline schafft Klarheit, künstliche Verknappung kostet dagegen Vertrauen.
Sollte ich nach einer Challenge einen Rabatt anbieten?
Ein direkter Rabatt nach Angebotsende lässt Teilnehmerinnen beim nächsten Launch bewusst warten. Bietest du eine günstigere Alternative an, unterscheidet sie sich klar vom Hauptangebot. Biete lieber ein alternatives Angebot an.
Was mache ich mit Teilnehmerinnen, die nicht kaufen?
Bleib mit ihnen in Kontakt. Eine kurze Umfrage kann dir zeigen, warum sie sich nicht entschieden haben. Danach begleitest du sie mit hilfreichen Inhalten weiter und schätzt besser ein, welches Angebot künftig zu ihnen passt.
Key Takeaways
- Tag 6 und 7 sind wichtige Follow-up-Tage und gehören zur Strategie deiner Challenge dazu.
- Nutze Tag 6 für Ergebnisse, Teilnehmerinnen-Wins und offene Fragen.
- Kommuniziere ein echtes Angebotsende und einen klaren nächsten Schritt.
- Ein Downsell sollte eine eigenständige Alternative sein und nicht einfach dein Hauptangebot günstiger machen.
- Befrage Nicht-Käuferinnen, um deine nächste Challenge gezielt zu verbessern.
Und jetzt du!
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