Meine erste Challenge lief auf Facebook, und ein Großteil der Beiträge ist im Feed untergegangen; das begleitende E-Mail hat das allein nicht ausgeglichen. Gutes Onboarding für eine Challenge kombiniert deshalb immer zwei Dinge: die richtigen Nachrichten (Bestätigung, Vorbereitung, Tag 0) und einen Ort, der nicht mit Werbung und Newsfeed konkurriert. Wer beides vor dem Start plant, startet mit einer Gruppe, die schon an Tag 1 mitzieht.

Onboarding für deine Challenge: Warum Tag 0 über den Erfolg entscheidet

Meine erste Challenge ist auf Facebook gestartet. Meine Gruppe war nicht kalt, denn ich hatte damals die größte Facebook-Gruppe zu Pinterest im deutschsprachigen Raum mit knapp 5.000 Mitgliedern. Die sich darüber für die Challenge angemeldet hatten, waren sehr begeistert, dass ich so etwas anbiete.

Ich habe die Challenge auch per E-Mail begleitet. Trotzdem haben viele Teilnehmer einen Großteil der Beiträge einfach nicht gesehen. Facebook hat vieles im Feed verschluckt, und meine E-Mails allein haben das nicht ausgeglichen.

Ich habe damals gelernt: Onboarding ist genauso wichtig wie der Inhalt der 5-Tage-Challenge an sich.

Der Fehler, der mich beim Onboarding für meine Challenge am meisten gekostet hat

Ich hatte alles vorbereitet, was ich damals für Onboarding hielt: Begrüßung, Ablauf, klare Ansage per E-Mail zu jedem Tag. Was ich nicht auf dem Schirm hatte: dass ein Teil davon in der Facebook-Gruppe untergeht, egal wie gut das Begleitmail dazu ist. Das E-Mail kann erinnern, aber es kann nicht ersetzen, was im Feed verloren geht.

Seitdem denke ich Onboarding nicht mehr nur als Abfolge von Nachrichten, sondern als Zusammenspiel aus Nachrichten und Ort. Beides muss stimmen, sonst kompensiert das eine nicht, was das andere verschluckt.

Was Onboarding für eine Online-Challenge eigentlich bedeutet

Onboarding heißt: Die Zeit vor Tag 1 aktiv nutzen, damit die Gruppe nicht kalt, sondern warm startet. Dazu gehören drei Bausteine.

#1 Die Bestätigung.

Die Person hat gerade Ja gesagt, ihre Energie ist jetzt am höchsten Punkt. Das Bestätigungsmail nutzt genau diesen Moment. Es klärt, was als Nächstes passiert, und gibt eine kleine Vorab-Aufgabe, die sofort handeln lässt.

#2 Die Vorbereitung.

Ein bis zwei Tage vor dem Start baut dieses Mail Vorfreude und Commitment auf. Es erinnert daran, warum die Person sich angemeldet hat, und macht den Start konkret greifbar.

#3 Tag 0.

Der Tag, an dem die Community live geht, bevor der Inhalt beginnt. Teilnehmer werden begrüßt, orientiert, wissen, was auf sie zukommt und was von ihnen erwartet wird.

Diese drei Schritte sorgen dafür, dass an Tag 1 schon Bewegung in der Gruppe ist, statt dass du sie erst in Gang bringen musst.

Was ich konkret in mein Onboarding gepackt habe

Sag den Leuten, dass die Anmeldung geklappt hat, beglückwünsche sie zur Entscheidung und bring sie in eine erste Handlung.

Dazu brauchst du: Willkommensnachrichten direkt nach der Anmeldung, eine erste, leicht zu beantwortende Frage in der Community, noch bevor der offizielle Start losgeht, und einen kurzen Vorab-Impuls, der neugierig macht. Das kostet wenig Zeit und verändert die Energie in der Gruppe spürbar.

Klare Erwartungen gehören für mich genauso dazu wie die Begrüßung selbst. Teilnehmer sollten von Anfang an wissen:

  • Wie viel Zeit die Challenge täglich braucht
  • Was Interaktion und Austausch in der Gruppe bedeuten
  • Wo die Aufgaben und Materialien zu finden sind
  • Wann und wo die Live-Anteile stattfinden

Erkläre das unbedingt gleich zu Beginn. Denn wenn du das erst dann erklärst, wenn die Challenge schon startet, verlierst du die Menschen, die einfach nicht wussten, wo und wann sie mitmachen sollten.

Denk daran: Sag unbedingt alles mehrfach auf unterschiedliche Arten (z. B. schriftlich und als Video), denn die Menschen sind unterschiedliche Lerntypen und können Informationen darum unterschiedlich aufnehmen. Darüber hinaus nehmen sich alle immer weniger Zeit, wenn sie sich wo anmelden.

Community: Der Ort entscheidet mit

Das ist der Punkt, an dem meine erste Challenge gehakt hat: In einer klassischen Social-Media-Gruppe wie auf Facebook konkurriert deine Willkommensnachricht mit Werbung, dem Newsfeed und drei anderen Gruppen.

Selbst ein perfekt getimtes E-Mail bringt wenig, wenn der Beitrag dazu im Feed untergeht. Wir sind für eine spätere Challenge auf Communi umgestiegen, statt wieder eine Facebook-Gruppe zu nutzen, und das Engagement war um Welten besser.

Die Teilnehmer kommen dort nicht zufällig vorbei, sie kommen mit Fokus, und das E-Mail muss den Beitrag nicht mehr gegen den Algorithmus verteidigen.

Ein kleiner Hebel, der bei uns zusätzlich gut funktioniert hat: Wir haben Aufzeichnungen erst ab einem bestimmten Level freigeschaltet, das sich durch drei einfache Handlungen erreichen ließ, zum Beispiel sich in der Gruppe vorzustellen oder die erste Aufgabe zu posten. Das hat Teilnehmer schon vor dem eigentlichen Start ohne Druck ins Handeln gebracht.

Deine Onboarding-Checkliste für deine Challenge

  • Bestätigungsmail sofort nach der Anmeldung, mit einer kleinen Vorab-Aufgabe
  • Vorbereitungsmail ein bis zwei Tage vor dem Start
  • Willkommensnachricht in der Community, sobald der Raum offen ist
  • Eine erste, leicht zu beantwortende Frage, die zum Antworten einlädt
  • Klare Erwartungen zu Zeitaufwand, Interaktion und Ablauf
  • Ein Tag 0 mit Begrüßung, Orientierung und einem Blick auf das, was kommt

Jeder dieser Punkte lässt sich vorbereiten, lange bevor die Challenge live geht. Genau das macht die Durchführung selbst so viel entspannter.

Mein Fazit

Onboarding ist kein netter Zusatz vor dem eigentlichen Programm. Es ist der Unterschied zwischen einer Gruppe, die an Tag 1 schon in Bewegung ist, und einer, die du erst noch wachrütteln musst. Wenn die Vorfreude schon vor dem ersten Live-Termin aufgebaut ist, fühlt sich deine Challenge von der ersten Minute an lebendig an, und das trägt sie bis zum Angebot am Ende.

Du planst deine nächste Challenge und willst das Onboarding von Anfang an mitdenken? Lass uns gemeinsam durchgehen, was für dich und deine Zielgruppe zu dir passt.

Du möchtest selbst eine Challenge veranstalten? Denk mit mir deine Idee durch und plane sie mit meiner Unterstützung.

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